Referenzobjekte & Presseberichte

Pressebericht: Deutsches Baublatt Nr. 296

70 Jahre alt ist die Standseilbahn an der Bleilochtalsperre im Südosten Thüringens (bei Schleiz) geworden. Von 1931 an bis 2001 hat sie brav ihren Dienst getan. Doch jetzt musste sie einem detailgetreuen Nachbau mit modernster Technik weichen. Seinen Abriss hat das technische Denkmal allerdings nicht leicht gemacht:
In Hanglage und unzugänglichem Gelände galt es, mehrere bis zu 12 m hohe Treppentürme aus Gerüstmaterial zu errichten, um die 80 m lange Bahntrasse abzureißen und eine neue aufzubauen.

44-Grad-Steigung erschwert Kranmontage

In ihrer Betriebszeit beförderte die Seilbahn Material und technische Ausrüstungen zu einem 80 m entfernten Maschinenhaus, das zum Pumpspeicher-Kraftwerk Bleiloch (Spitzenlast-Kraftwerk mit 2 x 40 MW) gehört. Eine Zufahrt zum Maschinenhaus, das am Fuße der 65 m hohen Staumauer liegt, gibt es nicht. Um die alte Antriebseinheit der Seilbahn, das Getriebe, die Fahrbahn, Wagen, Fundamente und Signal-Einrichtungen abreißen zu können, war zunächst auf halber Hanghöhe ein Baustellenkran inklusive Fundament zu montieren – gar nicht so leicht bei 44 Grad Steigung. Mit technischer und statischer Unterstützung von Thyssen Hünnebeck entwickelte die mit dem Gerüstbau beauftragte Gerüstbau Grimm OHG aus Zeulenroda eine Lösung aus Fassadengerüst- Elementen, Stahlrohr, Gitterträgern und Rahmenstützen. Zunächst errichteten die Bauleute drei, später zwei weitere Treppentürme, um entlang der Seilbahnstrecke arbeiten zu können. Letztendlich entstand ein komplexer Gerüstaufbau aus rund 1000 m2 „Bosta 70“, 1500 m Stahlrohr und 10 t „ID 15“-Stützen, über Gitterträger und abgespannte Stahlseile mit Fels-Ankern im Steilhang verankert.
„Wir hätten hier sicherlich auch mit dem ‚Modex‘-Modulgerüst- System arbeiten können, doch wegen des außerordentlich schwierigen Materialtransports haben wir uns für das ‚Bosta‘- System entschieden. In diesem Falle haben wir damit weniger Einzelteile gebraucht“, erklärt Geschäftsführer Jens Grimm. Aufgebaut wurden unter anderem zwei gegenläufige „Bosta 70“- Gerüsttreppen. Bei einer maximalen Höhe von 64,5 m dürfen sie mit 1,0 kN/m2 belastet werden (flächenbezogene Nennlast auf maximal 5 Treppenläufe einschließlich Podeste). Als Einzellast sind 1,5 kN auf 20 x 20 cm Grundfläche erlaubt.

Baustelle verlangte viel Kreativität

Doch erst in zweiter Linie kam es hier auf die zulässigen Verkehrslasten an. „Hier zählte mehr die Frage: Was kann ich an diesem steilen Hang mit wenig Standflächen und Verankerungsmöglichkeiten überhaupt aufbauen?“, so Jens Grimm, der gemeinsam mit seinem Bruder Gerd das 1992 gegründete Gerüstbau-Unternehmen führt. „Und da hat sich
‚Bosta’ als vielseitig einsetzbar und gut kombinierbar mit systemfremden Bauteilen erwiesen.“ Das bestätigt auch Wilfried Pennewiß von Thyssen Hünnebeck, der die Baustellen der Grimm-Brüder betreut: „Das ist eine Baustelle, da mussten vorab die Konstrukteure und später auch die Gerüstbauer vor Ort sehr kreativ sein.“ Zum Glück habe man solch schwierige Bedingungen nicht alle Tage.

70 Jahre lang hat die alte Standseilbahn reparaturbedürftige Ausrüstungen aus dem Maschinenhaus des Wasserkraftswerks Bleilochtalsperre nach oben befördert – jetzt musste sie einem detailgetreuen Nachbau neuester Technik weichen.

70 Jahre lang hat die alte Standseilbahn reparaturbedürftige Ausrüstungen aus dem Maschinenhaus des Wasserkraftswerks Bleilochtalsperre nach oben befördert – jetzt musste sie einem detailgetreuen Nachbau neuester Technik weichen.

Monteure auf dem Laufsteg, Pressebericht: Ideen und Profile Nr.1/2003
laufsteg
Keine Models, sondern Monteure liefen jüngst in einer Umschlaghalle des Deutschen Paketdienstes(DPD)in luftiger Höhe von acht Meter über einen 80 Meter langen Laufsteg aus Gerüstmaterial.Diese Gerüstsonderlösung war nötig,um an der Hallendecke im DPD- Hauptumschlagbtrieb Mörsdorf(Thüringen)eine leichte Kranbahn längs durch die Hallenmitte installieren zu können. Denn trotz baulicher Enge durfte die laufende Paket-und Päckchenverteilung nicht behindert oder gar unterbrochen werden. Besonderer Charme der Gerüstkonstruktion: sie konnte allein aus Standartbauteilen des Bosta-70-Arbeits-Schutzgerüstsystems realisiert werden.
Insgesamt  160 Meter Laufsteg mussten in der mit Rollbändern, Antriebseinheiten, Treppen und Pfeilern ausgefüllten Halle montiert werden:zwei mal 80 Meter in der Hallenmitte auf exakt 8,20 Meter Höhe links und rechts entlang der Mittelstützen. Zu bewältigen hatten diese Aufgabe die Gerüstbauer Jens und Gerd Grimm die seit gut zehn Jahren auf dem hart umkämpften Gerüstbaumarkt erfolgreich vertreten sind….
…Hünnebeck-Berater Wilfried Pennewiß:“Gerade wegen der beengten Platzverhältnisse war das ein klassischer Einzelfall für Bosta 70 mit unseren 8,20 Meter langen Arbeitsstegen.“…
…Im Falle DPD Mörsdorf dienten die Arbeitsstege aus Aluminium den Monteuren als 80 Meter lange Arbeitsplattform….“Ohne jedes Sonderteil haben wir in der Hallenmitte einen sicheren Arbeitsplatz zur Installation der Laufkatze geschaffen. Der Paketfluss auf den darunter liegenden Rollbändern blieb während der mehrmonatigen Baumaßnahme ungestört.“

biblio_lpz

Aufwändige Stuckrestaurierung an der Stadtbibliothek Leipzig
Für dieses Bauvorhaben kam das neuartige GEKKO Gerüstsystem der Firma Hünnebeck zum Einsatz,welches ohne inneren Ständerholm auskommt. Die Belagsebenen können feldweise höhenmäßig im 25cm-Raster der Gebäudestruktur angepasst werden .Dieses System erlaubt somit ein barrierefreies Arbeiten für hohe handwerkliche Ansprüche.

AG_Gera02

Verhülltes Amtsgericht in Gera
Durch die belebte Innenstadtlage machte sich ein vollflächiges und staubdichtes Abplanen des gesamten  Gebäudes notwendig.

Weitere Bilder sehen Sie auf unseren Fotoseiten